Die Farm in Utah

Der Vater meines Sohnes besaß ein Haus in den USA - sozusagen im Wilden Westen, hoch in den Bergen gelegen. Einmal im Jahr verbrachten wir dort unseren Urlaub. Der Ort erschien mir ideal für den Anbau von Heilpflanzen zu sein, jene aus biologischen Anbau waren damals noch schwer zu beziehen. Kurzerhand beschloss ich, eine benachbarte Farm zu kaufen - eine Entscheidung aus dem Bauch heraus. Später habe ich mich oft gefragt, was ich mir dabei gedacht habe, mich im Land der Mormonen und Cowboys einzukaufen.

Die 50 Hektar waren und sind überwiegend Weideland, in der Region wird das "Cattle" praktiziert, (Kälber werden mit Brandeisen markiert, Kühe vom Pferd aus mit dem Lasso eingefangen). Meine Idee vom Kräuteranbau, obendrein noch "Bio", brachte Mormonen wie Cowboys zum Lachen.

Aber es sind nette, hilfsbreite Menschen dort in den Weiten des Westens und ich befolgte ihren Rat, die Weiden zum Grasen für die Tiere zu belassen, anstatt sie umzupflügen für den Kräuteranbau. Das Land war ja ursprünglich Wüstensand, es wäre sowieso nichts darauf gewachsen. So wurde ich auf meiner Farm unfreiwillig zur Kuhhirtin, bloß die Ränder der Weide nutzte ich zum Kräuteranbau. Da ich biozertifiziert war, waren es demnach auch die Kühe, zum herzhaften Gelächter meiner Nachbarn.

Photoshooting Nr. 1

In Utah ging mein Sohn inzwischen in die Volksschule, dadurch war ich gezwungen, mich langfristiger drüben aufzuhalten. Es war gut für seine Entwicklung, zweisprachig aufzuwachsen, und was viel wichtiger war für mein Empfinden - er lebte in einer natürlichen Umgebung auf einer Farm.

Photoshooting Nr. 2

Die Redakteurin einer bekannten Frauenzeitschrift hatte einen langen Artikel über meine Arbeit und mich geschrieben, den sie mir zur Freigabe per E-Mail in die USA schickte. Mit dem Foto war ich gar nicht zufrieden und so bot ich an,

Biodynamischer Sommermarkt