
„Wenn Du zwei Brote hast, dann gib eines her für die Rosen“ lautet
ein islamisches Sprichwort, „Damit nährst Du auch Deine Seele.“
Die Rose „nährt“ uns Menschen nun schon seit Jahrtausenden, keiner
Blume haben Dichter mehr Worte gewidmet als ihr.
Die Blume der Götter war den Menschen stets teuer: Roms Kaiser ließen ganze Schiffsladungen avon aus Ägypten bringen, Rosenöl wurde bald mit Gold aufgewogen, und in unserer Zeit verschlingen neue Züchtungen Millionen. Wie kaum eine andere Blume haben Rosen im Laufe der Jahrtausende fasziniert, verführt und berauscht. Ihre zarte, geradezu überirdisch anmutende Schönheit ließ sie in ihren Mythen oft als Sinnbild der Reinheit auftauchen: wenn sich etwa der Schaum der Meeresbrandung, aus dem die Liebesgöttin Aphrodite entstieg, in weiße Rosen verwandelte, oder wenn ihren Tränen rote Rosen entsprossen.
Das kaiserliche Rom erhob sie zur Blume der Liebe – und bis heute ist sie das geblieben: die Königin der Blumen, so besang sie die Dichterin Sappho, wurde zu einem Sinnbild der Wärme, der Hoffnung und Zuneigung. Wenn Rom feierte, dann wurden überschwenglich Straßen und Häuser mit Blüten geschmückt, Rosenwasser sprang aus den Brunnen in den kaiserlichen Palästen; unter mit Rosenöl besprühten Planen saßen die Römer in ihren Amphitheatern.
Mit Rosenblättern gefüllte Kopfkissen galten damals als besonders gesund und Rosenpudding zum Nachtisch war groß in Mode. Viele Heilmittel, Liebesgetränke und Aphrodisiaka enthielten Rosenextrakte.
Rosen in der Hautpflege
Dass die Rose auch „Nahrung für die Haut“ ist, ist längst wissenschaftlich nachgewiesen. Kaum eine Heilpflanze wurde und wird für die Haut so vielfältig eingesetzt wie die Rose. Das ätherische Rosenöl ist wohl in der Geschichte der Kosmetik der am häufigsten eingesetzte natürliche Duftstoff. Claudia Steiner schreibt dazu in ihrem Buch Aromakosmetik: „Das Rosenöl wirkt vor allem tonisierend auf die Gefäße und fördert das Wachstum neuen Gewebes, harmonisiert das Hautrelief, lindert Rötungen und hemmt Entzündungen.“
In den Andenstaaten wird seit alters her noch ein ganz anderes Öl aus der Rose für die Hautpflege gewonnen: das Hagebuttenkernöl – auch Rosa Mosqueta Öl, ein Öl aus den Samen der wilden chilenischen Rose. Reich an essentiellen Fettsäuren, besonders der wertvollen GLA-Säure (bis 17%), eignet es sich ganz besonders für die Pflege der sehr trockenen Haut.
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